Trendwagen Pick-Up – die Vor- und Nachteile

In den letzten Jahren sieht man auf Deutschlands Straßen immer mehr Pick-Ups. Die Zahlen der Neuzulassungen belegen diesen Trend. 2016 wurden 19.927 der geländegängigen Fahrzeuge neu angemeldet, was ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 12.8 Prozent bedeutet. Während dieser Fahrzeugtyp vor einigen Jahrzehnten als typisches Cowboy-Auto aus dem Wilden Westen bekannt war, kommen immer mehr Privatpersonen auf den Geschmack. Ein Pickup bietet viel Komfort und ein sicheres Fahrgefühl, allerdings gibt es auch einige Nachteile.

Seit wann gibt es Pick-Ups

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Der Name Pick-Up geht auf das englische Wort „mitnehmen“ zurück – genau deswegen sind die großen Autos auch so beliebt: auf der Ladefläche lässt sich einiges transportieren. Der Begriff wurde im Jahr 1913 erstmals verwendet, genaue Überlieferungen über das Design des Autos gibt es nicht. Angenommen wird, dass es sich dabei um einen Wagen der Galison Allsteel Body Company handelte, die auf dem Chassis eines Ford T einen Pickup herstellte. 1924 erst kam Dodge auf die Idee, diese Wagentype als eigenes Modell zu fertigen. Gleich im Folgejahr legte Ford mit dem „Ford Model T Runabout with Pickup Body“ nach. Das Auto mit klingendem Namen kostete damals 281 Dollar und wurde mit 34.000 verkauften Pick-Ups gleich im ersten Jahr zum Erfolgsschlager. Im Jahr 1931 lief der erste Chevrolet Pick-Up vom Band und somit hatte sich diese Bauart rasch auf dem US-Markt etabliert. Eine kleine Anekdote am Rande: den ursprünglich ländlichen Charakter kann man daran erkennen, wie an der Fahrerkabine Maß genommen wurde: Sie muss nämlich so hoch sein, dass ein Farmer während der Fahrt seinen Cowboyhut nicht abnehmen muss. Nach dem 2. Weltkrieg zog der Pick-Up auch abseits der Farmen Einzug. Vorher war das Auto eher als Arbeitsmaschine bekannt, in den 1950er Jahren setzte man auf bessere Ausstattung und somit wurde der Pick-Up auch als Alltagsfahrzeug immer beliebter.

Warum ist der Pick-Up so beliebt?

Manche Autofahrer verwirklichen beim Fahrzeugkauf ihre geheimsten Träume. Der Pick-Up hat etwas Abenteuerliches an sich, man hat das Gefühl dass dem schweren Wagen kein Terrain zu anspruchsvoll ist. Der Hauch von Wildem Westen mutet immer noch vielen Modellen an. Wer am liebsten über Stock und Stein unterwegs ist, stattet seinen Pick-Up zum Beispiel mit Ford Ranger Offroad Zubehör aus. Spezielle Offroad Felgen, Raptor Grille oder ein Unterfahrschutz stehen zur Auswahl. Mit dem richtigen Zubehör wird der Wagen einmal mehr geländegängig. Aber auch für den Straßenverkehr bietet diese Aufbauart einige Vorteile, darunter:

  • Gute Rundumsicht dank hoher Fahrerkabine
  • Viel Stauraum auf der Ladefläche
  • Modernste Technik
  • Hohe Anhängelast
  • Pick-Ups mit Doppelkabine sind familientauglich
  • Sicherheit

Während in den Anfängen Pick-Ups vorwiegend mit Einzelkabinen in die Fertigung gingen, setzen sich heute immer mehr familienfreundliche Doppelkabinen durch. In den ursprünglichen Autos hatten auf der Bank der Fahrerkabine zwei oder maximal drei Leute Platz. Als Arbeitsfahrzeug war das durchaus ausreichend, für ein alltagstaugliches Auto sind jedoch mindestens vier Plätze angebracht. Schließlich nimmt man regelmäßig Personen mit, selbst wenn man keine Kinder hat. Vor allem Menschen, die viel zu transportieren haben, lieben Pick-Ups. Egal ob man umzieht oder einen Garten hat und dadurch regelmäßig schwere Lasten wie Erdsäcke oder Gartenabfall von einem Punkt zum anderen bringen möchten, die Ladefläche des Pick-Ups bietet sich geradezu an. Da sich die große Ladefläche im Freien befindet, bleibt der Fahrerraum dabei sauber, egal was man transportiert. Auch Pferdefans haben mit Pick-Ups ihre Freude: dank der hohen Anhängelast der Modelle können auch Doppelanhänger mit zwei Pferden problemlos gezogen werden.

Gibt es auch Nachteile?

Die meisten Pick-Ups sind auf schwere Lasten ausgelegt, daher sind sie auch mit einem entsprechend starken Motor versehen. Für die Modelle mit besonders vielen PS fällt auch eine entsprechend hohe Steuer an. Noch dazu kommt natürlich der Verbrauch. Voll beladen kann ein Pick-Up schon doppelt so viel Sprit brauchen wie ein kleiner Stadtflitzer mit schwachem Motor. Was die meisten begeistert, kann sich auch als Manko herausstellen: nämlich die Größe des Fahrzeugs. Es ist nicht einfach, in der Stadt einen Parkplatz für den Pick-Up zu finden. Gerade in Parkgaragen kann das rangieren mit dem breiten und langen Auto Probleme machen. Als reines Stadtauto ist der Pick-Up nur für besondere Liebhaber zu empfehlen: gerade im Stadtverkehr mit vielen Ampeln steigt der Verbrauch sowieso, außerdem kann das Abstellen des Autos wie erwähnt zum Problem werden.

Fazit

Pick-Ups sind längst nicht mehr Autos für Enthusiasten, die vom Wilden Westen träumen. Zahlreiche Automobilhersteller haben den Trend erkannt, dass immer mehr Familien, Gartenbesitzer und andere Personen Wert auf das tolle Platzangebot legen. Schon viele Marken haben heute einen Pick-Up im Programm. Zu den Vorteilen zählen neben der überdimensionalen Lagerfläche auch die gute Rundumsicht und der Sicherheitsaspekt. Dank der Doppelkabinen hat sich der Pick-Up über die Jahrzehnte vom Arbeitstier zum familientauglichen Fahrzeug gewandelt.