Ranking: In diesen Städten nehmen Autos den meisten Platz weg

Die Deutschen besitzen über 45 Millionen Autos – nutzen sie aber nur rund eine Stunde am Tag. Die restlichen 23 Stunden nehmen die geparkten Pkw vor allem viel Platz weg. Doch wie viel genau? Die Mobilitätsplattform Ubeeqo (www.ubeeqo.com) hat analysiert, in welcher deutschen Stadt der Platzverbrauch durch Autos am größten ist.

Berlin, 06. Oktober 2016 – In keiner anderen deutschen Stadt mit über 300.000 Einwohnern nehmen Autos mehr Platz weg als in Hannover – deutlich leerer ist es in Münster, Leipzig und Bremen. Das ergab eine statistische Auswertung der Mobilitätsplattform Ubeeqo (www.ubeeqo.com). Ubeeqo setzte dafür die Verkehrsfläche einer Stadt – z.B. Straßen, Plätze und Wege – in Bezug zum Fahrzeugbestand. Als Referenzfahrzeug diente ein Mittelklassewagen, der mit einer Länge von 4,25 Metern und einer Breite von 1,79 Metern insgesamt 7,6 Quadratmeter Fläche einnimmt.

Den größten Platzverbrauch durch Autos gibt es in Hannover. Rund ein Fünftel der gesamten Verkehrsfläche werden von parkenden Autos eingenommen. Keine Überraschung, denn Hannover ist die einzige deutsche Großstadt, in der es mehr Pkw als Einwohner gibt. Knapp hinter der niedersächsischen Landeshauptstadt liegt die Bayerische. In München nehmen parkende Autos rund 12 Prozent und damit sogar einen Quadratkilometer (km²) Verkerhsfläche mehr ein, als in Hannover. Allerdings ist die gesamte Verkehrsfläche fast doppelt so groß wie in Hannover.

Insgesamt liegen beide Städte aber über dem deutschen Durchschnitt von 9,2 % beim Platzverbrauch. Aber auch in Stuttgart (12,12 %) und Karlsruhe (10,82 %) nimmt der Fahrzeugbestand der Stadt mehr Verkehrsfläche ein. Berlin hingegen stellt absolut betrachtet die größte Fläche für Parkplätze mit rund 9 km² – mit 107 km² aber auch die größte Gesamtfläche. Insofern liegt Berlin mit 8,34 % auch unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt.

Am geringsten ist der Platzverbrauch in Münster. Nicht einmal 5 % der Verkehrsfläche werden für Parkplätze verbraucht. Dabei ist die Verkehrsfläche der Studentenstadt mit 23 km² fast genauso groß wie die von Duisburg (8,34 %) und Nürnberg (7.69 %). Ähnlich leer wie in Münster ist es in Leipzig (5,74 %), Bremen (5,87 %) und Mannheim (5,98 %).

“Die Mobilität der Zukunft setzt auf Nutzung, nicht auf Besitz”, sagt Max Kury, Management Director von Ubeeqo. “Wir gehen fest davon aus, dass sich die heutigen Zahlen zum Platzverbrauch in den nächsten zehn Jahren stark reduzieren werden. Neben neuen Mobilitätsangeboten, die echte Alternativen zum Privatwagen bieten, wird vor allem der politische Wille der Städte ausschlaggebend sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, die solche Angebote fördern und letztlich die Lebensqualität in den Städten positiv beeinflussen.”

Quelle: Ubeeqo GmbH