Gebrauchtwagenpreise: Stark erhöht aus der Sommerpause

München – Nach dem leichten Anstieg im Ferienmonat Juli sorgte der August für einen Preissprung, der über dreimal so hoch ausfiel. So kletterte der Durchschnittspreis im monatlichen AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) um stolze 1,3 Prozent auf 19.153 Euro (Juli: 18.898 Euro). Erstmals seit März überschritt der Durchschnittspreis wieder deutlich die 19.000 Euro-Marke. Beim Angebot fand ein Bestandsabbau statt, während die Seitenaufrufe in nahezu allen Fahrzeugsegmenten stiegen. Besonders Kleinwagen waren im August begehrt.

„Im Gegensatz zu den Vorjahren fiel das alljährliche Sommerloch dieses Jahr sowohl bei den Preisen als auch beim Interesse nicht so tief aus“, sagt Dr. Sebastian Lorenz, Vice President Consumer bei AutoScout24. „Bisher gibt es auch bei den gebrauchten Dieselfahrzeugen keinen Preisverfall – was nicht heißt, dass das in den nächsten Monaten auch so bleibt.“ AutoScout24 hat im Magazinbereich einen Artikel zum Thema Diesel online gestellt, der einen Überblick über die wichtigsten Fakten für Käufer und Verkäufer gewährt.

Quelle: AutoScout24 GmbH

Durchschnittspreis: Vans sowie Sport- und Kleinwagen drücken Preis nach oben

Das Ende der Sommerferien in den meisten Bundesländern wird begleitet von stark steigenden Preisen auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Im Schnitt waren Gebrauchtwagen für 255 Euro mehr inseriert als noch im Vormonat, auch wenn einzelne Segmente preislich Abschläge verbuchten. Der Grund: Verschiebungen im Angebot innerhalb der Fahrzeugklassen. So verlangten Anbieter für Vans (+0,7 Prozent, Durchschnittspreis: 16.949 Euro), Sportwagen (+0,6 Prozent, 49.299 Euro) und Kleinwagen (+0,5 Prozent, 10.259 Euro) höhere Preise als im Vormonat. Bei den Vans stiegen vor allem die Preise bei sieben- bis neunsitzigen Familientransportern überproportional. So boten Verkäufer den geräumigen Ford Galaxy um 6,7 Prozent teurer an als im Vormonat. Der kompakte Siebensitzer Peugeot 5008, von den Franzosen aufgrund seiner Crossover-Attribute als „Adventure SUV“ vermarktet, wurde um 6,4 Prozent höher eingepreist. Und selbst die Preise für den VW-Bus Konkurrenten Hyundai H-1 mit, in älteren Versionen bis zu neun Sitzplätzen, erhöhten sich um 6,0 Prozent. Alle anderen Kategorien wurden günstiger – größtenteils aber nur minimal. Den größten Rückgang verbuchte die Oberklasse mit minus 1,4 Prozent (43.482 Euro), gefolgt von Mittelklassefahrzeugen (-0,4 Prozent, 20.380 Euro) sowie einem Preisabschlag von jeweils 0,1 Prozent für Obere Mittelklasse (27.223 Euro), SUV/Geländewagen (28.659 Euro) und Kompaktklasse (15.544 Euro).

Angebotsentwicklung: Bestandsabbau in allen Fahrzeugsegmenten

Die größere Kauflaune in der Sommerferiensaison ließ die Bestände bei den Händlern sinken – am stärksten bei Kleinwagen (-4,9 Prozent), der Oberklasse (-4,6 Prozent) und im Segment Kompaktklasse (-4,5 Prozent). Etwas weniger Auswahl hatten Interessenten zudem bei Mittelklasse (-3,9 Prozent), Obere Mittelklasse (-3,7 Prozent), Vans (-3,6 Prozent) und dem weiterhin boomenden Segment SUV bzw. Geländewagen (-3,2 Prozent). Dahinter folgten mit klarem Abstand Sportwagen, deren Angebote lediglich um einen Prozentpunkt schrumpften. Wobei es auch hier einige Modelle gab, deren Besitzer sich verstärkt um Käufer bemühten. So stieg das Angebot beim fünfzylindrigen Audi TT RS (+11,9 %) und dem designverliebten Chevrolet Camaro (+5,8 Prozent) ebenso wie beim Komfort-Roadster Mercedes-Benz SL (+5,6 Prozent) oder dem heckgetriebenen Subaru BRZ-Schwestermodell Toyota GT86 (+5,6 Prozent) – die übrigens beide vom gleichen 2-Liter Sauger-Boxermotor mit 200 PS befeuert werden.

Beliebtheit: Seitenaufrufe ziehen zum Ferienende überwiegend wieder an

Traditionell wurde im Juli schon immer lieber gereist als nach einem neuen Auto Ausschau gehalten – nicht so im August. In sechs von acht Klassen stiegen die Seitenaufrufe. Den größten Sprung erfuhren Kleinwagen mit einem Plus von 6,6 Prozent. Beliebter waren im Sommer aber auch SUV und Geländewagen (+4,3 Prozent) sowie Kompaktklasse-Modelle (+4,2 Prozent). Aber auch Oberklasse (+1,4 Prozent) wie Mittelklasse und Vans (je +1,3 Prozent) konnten mehr Suchende auf sich vereinen. Lediglich Sportwagen (-0,3 Prozent) und Obere Mittelklasse (-0,4 Prozent) entzogen sich diesem allgemeinen Trend. Wenn auch nicht komplett: Denn bestimmte Modelle konnten auch hier bei Interessenten punkten. So legten der Jaguar XF (+62,1 Prozent), der Kombi Volvo V70 (+17,9 Prozent), der A6-Sportableger Audi S6 (+15,8 Prozent) und die überwiegend hybridbestückte Lexus GS-Reihe (+14,1 Prozent) zweistellig zu.

Quelle: AutoScout24 GmbH

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