ZDK: Viele Händler stehen vor dem Aus

Bonn- Die Autohändler in Deutschland haben ihre Forderung an die Autohersteller erneuert, endlich einer Nachrüstlösung für Dieselautos zuzustimmen. Viele Händler stünden vor dem Aus, weil die Dieselautos auf dem Hof unverkäuflich geworden sind, kritisiert ZDK-Präsident Jürgen Karpinski im Gespräch mit auto motor und sport.

„Insbesondere Euro-5-Dieselfahrzeuge sind zurzeit kaum zu verkaufen. Das sind Ladenhüter.”
Der wirtschaftliche Schaden sei „extrem hoch”, so Karpinski. „Ich würde es bei vielen sogar existenzgefährdend nennen.”

ZDK: Viele Händler stehen vor dem Aus

Quelle: pixaby.com/ Zauberin

Durch das Urteil zu den Fahrverboten für Dieselfahrzeuge habe sich die Situation noch verschlimmert. „Das Urteil trägt zur weiteren Verunsicherung der Verbraucher bei”, so Karpinski. Ältere Dieselfahrzeuge würden von Händlern gar nicht mehr oder nur noch „zu einem stark reduzierten Einkaufspreis in Zahlung” genommen.

Deshalb seien die Hersteller in der Pflicht. „Wir brauchen jetzt dringend die Hardware-Nachrüstung für Dieselfahrzeuge”, mahnt der ZDK-Präsident. „Es ist wichtig, dass es auf politischer Ebene jetzt vorangeht. Eine Nachrüstverordnung würde sowohl dem Handel als auch den Dieselfahrern Klarheit verschaffen.”

Die Händler fühlen sich laut ZDK von den Herstellern völlig allein gelassen. „93 Prozent sehen keine ausreichende Unterstützung. Die Hersteller sind dringend aufgerufen, im Dialog mit ihren Händlervertretern schnellstmöglich tragfähige Lösungen zu finden.” Dadurch könnten die Hersteller neues Vertrauen aufbauen. „Das ist eine Chance für die Hersteller, sich zu ihren Produkten zu bekennen und verlorenes Vertrauen sowohl gegenüber ihren Händlern als auch bei den Verbrauchern zurückzugewinnen.”

Quelle: www.auto-motor-und-sport.de