Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf!

Treten bei der jährlichen Überprüfung des Autos schwere Mängel auf und ist mit hohen Kosten für eine Reparatur zu rechnen, ziehen viele Betroffene den Kauf eines Gebrauchtwagens in Betracht. Für die Suche nach einem geeigneten Wagen sollte man sich in jedem Fall ausreichend Zeit nehmen. Je genauer die Vorstellungen darüber sind, welche Modelle und Aufbauarten in Frage kommen, umso schneller wird man ein passendes Fahrzeug finden.

Gebrauchtwagensuche im Internet Zeitalter

Generell ist die Suche nach einem Gebrauchtwagen in den letzten Jahren deutlich einfacher geworden. Man setzt sich einfach vor den PC oder Laptop oder zückt sein Smartphone und schon hat man Zugang zu Tausenden übertragenen Fahrzeugen. Sucht man zum Beispiel ein Auto bei mobile.de, profitiert man von der übersichtlichen Suchmaske. Man gibt einfach die gewünschte Automarke und das Modell ein und schränkt die Ergebnisse nach Bedarf weiter ein. Außerdem kann man noch folgende wichtige Kriterien einschränken oder gezielt nach Fahrzeugen mit bestimmten Ausstattungsmerkmalen suchen, unter anderem:

  • Baujahr
  • Maximaler Kilometerstand
  • Preisspanne
  • Kraftstoffart
  • Fahrzeugtyp: Limousine, Cabrio, SUV, Van, Kabrio, etc.
  • Klimaanlage
  • Anhängekupplung
  • Einparkhilfe
  • Eingebautes GPS

Neben diesen Punkten ist es auch praktisch, den Suchradius einzuschränken. Schließlich möchte man nicht unbedingt mehrere hundert Kilometer Anfahrtsweg für die Besichtigung des zum Verkauf stehenden Fahrzeugs in Kauf nehmen.

Erste Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer

Hat man einige interessante Anzeigen gefunden, solle man die Beschreibung und die veröffentlichten Fotos ganz genau studieren und eventuelle Fragen am besten gleich aufschreiben. Als nächster Schritt erfolgt die Kontraktaufnahme mit dem Verkäufer, in den meisten Anzeigen sind eine Telefonnummer und eine E-Mail Adresse angegeben. Beim ersten Gespräch oder Schriftverkehr lassen sich schon wichtige Fragen klären. Kommt der Wagen danach noch immer in die engere Wahl, wird ein Besichtigungstermin vereinbart. Am besten wählt man einen Zeitpunkt, wo man das Auto bei Tageslicht begutachten kann. Dann sind Kratzer im Lack und andere Mängel nämlich leichter auszumachen als bei künstlicher Beleuchtung.

Gut gerüstet zum Besichtigungstermin

Es lohnt sich, gut vorbereitet zum Besichtigungstermin zu erscheinen. Dazu gehört ein Blick in die EUROTAX Liste. Darin wird der Wert eines Fahrzeugmodells angegeben. In die Berechnung fließt das Baujahr sowie der aktuelle Kilometerstand mit ein. Weicht der geforderte Kaufpreis von dem Wert in der Liste ab, hat man ein Argument für die Preisverhandlung parat. Es ist noch dazu von Vorteil, nicht alleine zur Begutachtung zu erscheinen. Wenn möglich, nimmt man jemanden mit, der sich mit Autos gut auskennt. Es lohnt sich, eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten mitzunehmen und diese Punkt für Punkt durchzugehen. Bei einem ausgiebigen Check des Innenraums sollte man auf den allgemeinen Zustand und Abnützungserscheinungen an den Sitzen und Pedalen achten. Ob es sich bei dem Fahrzeug um einen Unfallwagen handelt, ist für Laien oft schwer auszumachen. Ist die Reparatur durch einen Fachmann erfolgt, sind die Spuren mit bloßem Auge kaum erkennbar. Folgende Mängel weisen darauf hin, dass das zum Verkauf stehende KFZ in einen Unfall verwickelt war:

  • Die Türen lassen sich nicht reibungslos schließen
  • Motorhaube und Kofferraumdeckel klemmen
  • Spalten bei Türen und Stoßstangen erkennbar
  • Unterschiedliche Lackierung
  • Auf eine Probefahrt bestehen

Viele Mängel treten erst auf, wenn man mit dem Fahrzeug unterwegs ist. Zieht der Wagen zum Beispiel in eine Richtung, wenn man das Lenkrad auslässt, kann das Fahrwerk verzogen sein. Bei der Probefahrt ist unbedingt auf das Motorengeräusch zu achten, daher schaltet man den Radio am besten ab. Außerdem lohnt es sich, Klimaanlage und Heizung zumindest kurz in Betrieb zu nehmen und auf die Funktionstüchtigkeit zu testen. Ein Check der Lichtanlage nimmt nur kurze Zeit in Anspruch. Falls die Möglichkeit dazu besteht, sollte man den Wagen sowohl im Stadtverkehr als auch Überland und bestenfalls auch bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn testen.

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